Eine Arbeitskollegin von mir schreibt ihre Dissertation zu Barrieren durch digitale Arbeit bei Menschen mit unsichtbaren Behinderungen und das schließt Neurodivergenzen ausdrücklich mit ein, ich poste mit ihrer Erlaubnis ihre E-mail, vielleicht kann sich ja der*die ein oder andere vorstellen mitzumachen:
Worum geht es?
Ich suche Interviewpartner*innen für qualitative Interviews. Ich freue mich insbesondere, wenn ihr im Rahmen eurer Netzwerke und Kontakte auf meinen Aufruf aufmerksam machen und ihn weiterleiten könntet. Vielleicht findet ihr euch aber auch selbst in der Zielgruppe wieder? Dann lade ich euch herzlich ein, euch ebenfalls bei mir zu melden, es wird alles streng vertraulich behandelt!
Was ist das Thema?
Die Digitalisierung verändert unseren Arbeitsalltag grundlegend. Doch nicht alle Menschen profitieren gleichermaßen von diesen Entwicklungen.
Im Rahmen meiner Dissertation untersuche ich, welche Herausforderungen Menschen mit unsichtbaren Behinderungen, Erkrankungen oder Einschränkungen, sowie neurodivergente Menschen in einem zunehmend digitalisierten Arbeitsumfeld erleben. Dabei interessiert mich insbesondere, wie digitale Arbeitsformen die Teilhabe am Arbeitsleben beeinflussen und welche Barrieren abgebaut werden müssen.
Wen suche ich?
Personen, die: eine unsichtbare Behinderung, Erkrankung oder Einschränkung haben bzw. neurodivergent sind (eine formal abgeschlossene Diagnostik ist nicht erforderlich) sich durch digitale Arbeitsbedingungen oder Digitalisierungsprozesse in ihrer beruflichen Teilhabe eingeschränkt fühlen überwiegend an einem Bildschirmarbeitsplatz tätig sind oder einen solchen anstreben
Wie sind die Rahmenbedingungen? Interviewzeitraum: August bis Oktober Durchführung via MS Teams oder Zoom Dauer: ca. 60 bis 90 Minuten
Die Ergebnisse werden natürlich ausschließlich anonymisiert weiterverarbeitet!
Genau Marianne Kreuder-Schock ist die Person, welche Hochschule das ist und wer die betreuende Person ist weiß ich nicht, aber ich kann das am Montag nachfragen.
Eine Checkliste anzubieten finde ich eine sehr gute Idee. Bitte liebe @Moderatoren, prüft diese Anfragen ein bisschen kritischer.
Wenn das eine Doktorarbeit werden soll, wäre ein bisschen mehr Gründlichkeit und seriöse Darstellung schon sinnvoll für den ersten Eindruck. So wie der Beitrag oben aussieht, wirkt das eher wie für eine Bachelorarbeit. Wenn diese Diss so aussieht wie die email …
Laut email-Adresse finde ich das hier, es sollte aber einen externen Betreuer geben, weil nur Lehrstühle an Hochschulen qualifizierende Promotionen betreuen dürfen.
Hm, kann es sein, dass dort das Cookie-banner kaputt ist? Zumindest geht es bei mir nicht weg, wenn ich mit dem Screenreader (barrierefreiheit) auf Auswahl oder Alles Akzeptieren klicke.
Außerdem kommt nach „Zu unseren Auftraggebern zählen unter anderem:“ direkt der nächste Abschnitt, aber keine Auftraggeber.
Wäre auf jeden Fall auch ein ziemlich cooles und relevantes Thema, aber es könnte evtl. den Rahmen sprengen. Der Scope für eine einzelne Forschungsarbeit ist i.d.R. enger als bei einem Fachbuch.
Bei mir geht es (leider) um sichtbare Behinderungen, passt also hier nicht so richtig. Aber ich finde definitiv, dass sich so ca ab Pandemie die digitalen Produkte verschlechtert haben, die bei der Arbeit zum Einsatz kommen. Teams, generell die ganzen cloudbasierten Office-Suiten und Projektmanagementtools, wo Leute so vieles reinschreiben, da erschlägt mich die Mischung aus Komplexität und Mängeln in der Barrierefreiheit völlig. Mein Hass auf MS und Google kennt keine Grenzen. Portale wie LinkedIn und Xing sind auch problematisch.
Hier kann man sich auch mal umsehen bei Interesse.
Schon dass einem jederzeit wieder etwas kaputtgespielt werden kann durch Updates …
Du willst per Webex mit deinem Prof konferieren, aber Webex hat genau in diesem Moment den grandiosen Einfall, sich zu updaten und hinterher eine völlig andere UI zu haben. Was manche Autisten hier wohl dazu sagen würden …
Für mich persönlich eine nicht-unmittelbare Methode. Jede Kommunikation, die unmittelbar mit mir unbekannten Personen stattfindet, stellt für mich ein größeres Problem dar.
Gut beobachtet und erster Fehler im Forschungsdesign: Benachteiligung durch Digitalisierung mit digitalem Tool erheben.
Das fbb ist kein Hochschulinstitut und auch kein An-Institut einer Hochschule. Es ist ein Bildungsforschungsinstitut in einer gemeinnützige Gesellschaft (bbw Gruppe), die u. a. arbeitgeberfinanzierte Angebote macht.
Puh ich checke nicht so ganz, warum sich alle so aufregen, niemand wird gezwungen da mitzumachen, aber ich kanns auch löschen, wenn das für so viel Unmut sorgt. Ist nicht meine Dissertation, insofern…
Ich glaube der Punkt ist genau der, dass über den Segen, den die Digitalisierung für Barrierefreiheit bringt schon sehr viel geschrieben wurde und sich meine Kollegin anschauen will, ob das nicht für manche Leute auch Nachteile haben kann. Ich weiß aber zum Beispiel auch nicht, wie eng oder weit sie Digitalisierung fast, ich mache demnächst so ein Interview mit und dann weiß ich mehr.