Neuroaffirmative

Neuroaffirmative

Eine Initiative für eine neuroaffirmative Gesundheitsversorgung – damit ADHS und Autismus in Therapie, Medizin und Beratung selbstverständlich mitgedacht werden.


Der Bedarf ist belegt

Warum es Neuroaffirmative braucht

Ergebnisse unserer Bedarfsumfrage unter 200 Gesundheitsfachkräften:

  • ~80 % geben an, dass Neurodivergenz in ihrer Qualifizierung kaum vorkam.
  • 75 % arbeiten bereits regelmäßig mit neurodivergenten Menschen.
  • Über 90 % sehen einen hohen Bedarf für eine solche Plattform und würden sie aktiv nutzen.

Quelle: Bedarfsumfrage von Wohnzimmer Neurodivers e.V. unter 200 Fachkräften.


Was wir sind

Ein interdisziplinäres Netzwerk

Gesundheitsfachkräfte, Forschende und Menschen mit eigener Lebens- und Betroffenheitserfahrung. Gemeinsam bauen wir eine digitale Infrastruktur auf, die die Versorgung für neurodivergente Menschen – insbesondere mit ADHS und Autismus – neuroaffirmativer, zugänglicher und qualitativ hochwertiger macht.

Unsere Grundsätze

Evidenzbasiert

Fundiert und zugleich praxisnah – nah an dem, was im Alltag wirklich hilft.

Interdisziplinär

Psychotherapie, Medizin und Sozialarbeit denken zusammen.

Partizipativ

Betroffene sind keine „Zielgruppe“, sondern Mitgestalter*innen.

Langfristig

Auf nachhaltige, strukturelle Wirkung ausgerichtet – kein Einzelprojekt.


Unsere Vision

Ein System, das passt

Wir stellen uns ein Gesundheitssystem vor, in dem neurodivergente Menschen nicht trotz ihrer Neurodivergenz gut versorgt werden – sondern weil das System auf ihre Realität ausgerichtet ist.

Unser Ziel:

  • Fachkräfte sind informiert, sensibilisiert und arbeiten neuroaffirmativ.
  • Barrieren im Zugang zu Diagnostik, Therapie und Unterstützung sind abgebaut.
  • Eine digitale, niedrigschwellige Infrastruktur bietet Wissen, Vernetzung und Orientierung.
  • Die Lücke in der Versorgung verringert sich spürbar.

Was wir aufbauen

Eine Infrastruktur in vier Bausteinen

Wissensplattform

Aktuelle Evidenz, neuroaffirmative Ansätze und praxisnahes Wissen für Gesundheitsfachkräfte.

Vernetzung

Strukturen für den Austausch zwischen Fachkräften verschiedener Disziplinen.

Fortbildung

Ein fester Bestandteil der Infrastruktur – nicht als isoliertes Endprodukt gedacht.

Materialien & Tools

Praktische Werkzeuge, die neurodivergente Menschen direkt unterstützen.

Die Infrastruktur wird schrittweise aufgebaut. Erste Bausteine werden früh sichtbar, bleiben aber Teil des größeren Vorhabens.


Uns geht es nicht um reine Wissensvermittlung, sondern um eine strukturelle Verbesserung der Versorgung für Menschen mit ADHS und Autismus – für mehr Versorgungsqualität und gesellschaftliche Teilhabe.


Unterstützen

Werde Teil der Lösung

Neuroaffirmative bringt Wissen über ADHS und Autismus dorthin, wo Menschen versorgt werden.

Deine Spende hilft dabei, diese Infrastruktur aufzubauen und Gesundheitsfachkräfte zu erreichen.

:right_arrow: Spenden:


Mitmachen

Sei Teil von Neuroaffirmative

Das Projekt befindet sich aktuell in der Entwicklungsphase.

Ob als Fachkraft oder Forschende*r – bei unseren Informationsveranstaltungen geben wir Einblick in die aktuelle Arbeit und die Ideen hinter der Plattform.

Ein offener Raum zum Kennenlernen, Austauschen und gemeinsamen Überlegen, wie eine Mitwirkung aussehen kann. Ganz unverbindlich.

Kontakt

Irene Lelieveld
Projektleitung Neuroaffirmative

:e_mail: irene.lelieveld@wohnzimmer-neurodivers.de

Wir freuen uns auf dich!

Dein Team Neuroaffirmative

Superwichtiges Thema! Danke für die Initiative.

Wir werden in Kürze eine Spendenkampagne für das Projekt starten.

Auch hier benötigen wir Eigenmittel um gefördert werden zu können. Das Projekt ist unabhängig von der Selbsthilfe.

Neuroaffirmative-Flyer.pdf (134,3 KB)

Könnte mal bitte jemand kurz übersetzen, was „neuroaffimativ“ bedeutet?

Oder richtet sich das hier ausschließlich an Fachpersonal?
Dann vergesst das oder löscht es.
Ich bin nur Patient. Ich muss nicht wissen, wie das System sich organisiert.

Du hast aber als „nur Patient“ die Möglichkeit, „das System“ mitzugestalten:

„Neuro-Affirmativität (oder neurodiversitätsbejahend) ist ein Ansatz, der neurologische Unterschiede wie Autismus, ADHS oder Dyslexie als natürliche Varianten des menschlichen Erlebens betrachtet. Anstatt Defizite zu „heilen“, werden individuelle Stärken gefeiert, Akzeptanz gefördert und ein Umfeld geschaffen, das sich den Bedürfnissen des Einzelnen anpasst.“ (https://theautismservice.co.uk/learn/what-does-neuro-affirming-mean/)

Im Prinzip geht es darum, dass man von der defizitorientierten Sichtweise weg kommt. Neurodivergenzen sind eine andere Art der Wahrnehmung, nicht per se eine Störung. Wenn man anfängt, ADHS, Autismus usw als etwas völlig normales zu betrachten das nicht verändert werden muss, fängt man an, das Umfeld anzupassen. Wenn es normal ist, das manche Menschen, in Ruhe besser arbeiten können, gibt man ihnen einen ruhigen Arbeitsplatz. Wenn man weiß, das ein Schulkind besser lernt, wenn es genug Bewegung hat, kann man den Schulplatz entsprechend ausstatten. Wenn jemand mit ADHS und Depressionen behandelt werden muss, überlegt man nicht, welche Erkrankung dringender behandelt werden muss, sondern man behandelt einen ADHSler mit Depressionen… z.B.

Das Projekt selbst soll sich an Fachpersonen richten.

Dies auf den Weg zu bringen ist aber eben wichtig für die „Betroffenen“.

Ich kann tatsächlich mit dem Konzept/Projekt eher was anfangen als mit dem Wort selbst.

Und ich glaube auch nicht, dass ich meinem Kardiologen oder Zahnarzt in naher Zukunft sagen kann, er soll doch mal neuroaffirmativ denken…


Bitte korrigiert doch dann mal jemand den Titel - ich war auch irritiert, weil dort ein „r“ fehlt.

Man kann jetzt direkt für das Projekt spenden:

Für dieses Projekt können wir nur Zweckgebundene Spenden einsetzten. Ohne Eigenmittel haben wir leider keine Chance auf eine Förderung.

Wir freuen uns auch hier über jeden Euro!

So ein ganz tolles Video ist entstanden! Applaus :clap: Irene :heart_hands:

Bin ganz begeistert :grinning_face_with_smiling_eyes:

Genau die riesige Lücke zwischen Gestaltung der Ausbildung und übersehenem realem Bedarf hat auch meine Therapeutin schon oft beklagt und bildet sich eben so gut sie kann auf eigene Faust weiter. Tolle Initiative - danke an alle Mitwirkenden und Spendenden! :smiley:

Ich habe mich entschlossen, auch meine Therapeutin dazu anzuschreiben. Für alle, die das auch erwägen, hier als Inspiration wie ich es formuliert habe:

Initiative „neuroaffirmativ“ für mehr Neurodivergenz-Kompetenz

Hallo Frau XXX,

wir hatten uns ja mehr als einmal über die Lücke unterhalten zwischen dem Ausklammern des Themas Neurodivergenz in Aus- und Weiterbildung und dem enormen ungedeckten Bedarf an Diagnose, Therapie und anderer Unterstützung für die Betroffenen, die oft bis weit ins Erwachsenenalter selbst noch nicht einmal wissen, dass sie dazu zählen. Ich war immer sehr dankbar, in Ihnen jemand gefunden zu haben, der sich im Rahmen der Möglichkeit „aufschlaut“ und eine große Sensibilität für das Thema mitbringt, das ist alles andere als selbstverständlich.

Mitglieder einer bundesweiten Online-Selbsthilfegruppe, in der ich schon länger teilnehme, bemühen sich in einer neuen Initiative, diese Lücke schließen zu helfen. Ein kurzer Überblick und Kontaktmöglichkeit stehen im angehängten Flyer. Ich weiß nicht wie groß der Wunsch und die Möglichkeit zur Unterstützung seitens einzelnen Therapeut*innen wie Ihnen und Ihren Kolleg*innen oder Berufsverbänden ist, aber ich wollte es Ihnen zumindest mal vorstellen. https://www.betterplace.org/de/projects/182578

Ob und wenn ja wie Sie das Vorhaben unterstützen oder weiterverbreiten möchten ist freilich allein Ihre Sache und geht mich nichts an. Die Spendenplattform, die von der Initiative benutzt wird bietet unter anderem auch die Funktion, sich lediglich für eine Art Newsletter zur Aktion anzumelden.

Viele Grüße und bis bald…

Update, weil ich das einfach zu schön fand um es nicht zu teilen. Es kam eine total liebe Antwort von meiner Therapeutin, hier ein kurzer Auszug:

Ich finde es schön (und auch gleichzeitig traurig), zu sehen wie
engagiert die Betroffenen sind (und leider sein müssen, weil wir es als
Profession nicht auf die Reihe kriegen und der Forschung
hinterherhinken) die Lücke zu schließen.

Sie wird die Initiative gerne durch eine Spende unterstützen und sie auch ihren Kolleg*innen vorstellen.

Dachte mir das könnte ein ermutigendes Zeichen für alle Mitwirkenden und Unterstützende sein :blush:

Das ist super. Vielen Dank :folded_hands::heart_hands:

Wieso ist das „R“ jetzt wieder weg?

neuroaffiRmativ

Sorry, aber mich macht das fertig.

Es war wohl falsch auf der Webseite.

Im ersten Beitrag ist irgendwas kaputt, jedenfalls lautet der Text bei mir jetzt so (das war beim Veröffentlichen anders):

Eine Initiative für eine neuroaffirmative Gesundheitsversorgung – damit ADHS und Autismus in Therapie, Medizin und Beratung selbstverständlich mitgedacht werden.

.na{max-width:1040px;margin:0 auto;} .na *{box-sizing:border-box;} .na-h2{font-size:27px;font-weight:800;color:#0b3657;text-align:center;margin:0 0 12px;line-height:1.2;} .na-lead{font-size:16px;line-height:1.7;color:#48606f;text-

(usw.)

Falls das bei anderen auch so angezeigt wird, sollte das vielleicht gefixt werden :slight_smile:

Nach dem ganzen Code steht dann der richtige Text, aber auch seltsam formatiert. Man muss erstmal drei bis vier Handyseiten scrollen, um den Text zu lesen.

Hier auch, am Telefon :index_pointing_up:t3:

Dann müsste ich ihn löschen.

Oder einen anderen Beitrag erstellen. Das Problem ist, das es automatisch von der Homepage übertragen wird und jedesmal, wenn etwas geändert wird, passiert es wieder.

Man kann den ganzen Text hier nicht gut lesen