ich möchte mich kurz vorstellen: Mein Name ist Natalie Hartmann und ich studiere Museologie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig. Meine Bachelor-Arbeit möchte ich der Frage widmen, wie Museen zugänglicher für Menschen im Autismus-Spektrum und / oder im AD(H)S-Spektrum werden können. Darum interessiert mich, welche Motivationen und welche Barrieren es für den Museumsbesuch gibt. Was würde ihn attraktiver machen?
Bisher gibt es für Deutschland dazu kaum Informationen. Darum bitte ich Sie, in einer anonymen Umfrage Ihre Erfahrungen zu teilen. Hier ein paar wichtige Hinweise:
- Sie können teilnehmen – egal, ob Sie Museen häufig, seltener oder auch nie besuchen.
- Die Laufzeit der Umfrage ist vom 03. Juni bis einschließlich den 15. Juli 2026.
Ich bin auch aus Leipzig und arbeite gerade an der Universität im Master an einem Projekt für ein Mitmach-Museum. Wir sollen an der Umgestaltung des Museums mitarbeiten und ich stoße gerade an, dass unsere AG Neurodivergenz bzw. sensorische Sensibilitäten berücksichtigt.
Ein Hinweis, auf den ich da gestoßen bin und der für deine Arbeit vielleicht hilfreich sein könnte: Schau mal hier beim Bach-Archiv in Leipzig. Ich war da letztens positiv überrascht, was sie in Zusammenarbeit mit dem Verein für Autist*innen in Leipzig (LunA e.V.) erarbeitet haben.
Vielleicht kannst du auch bei LunA mal anfragen, nach welchen Kriterien sie dem Museum das Siegel „SENSORY FRIENDLY“, dass ja auch auf der Seite des Bacharchivs ist vergeben. Also welche Barrieren da schon bekannt sind
Meld dich gern auch privat, falls du noch Fragen hast!
(Ich habe das hier nur öffentlich geschrieben, weil ich die Sache ganz cool finde - vielleicht haben auch andere Lust, mal die Seite des Bach-Archivs durchzuklicken.)
Danke für die ausführliche Rückmeldung und den Hinweis. Tatsächlich hatte ich schon vom Bachmuseum bzw. LunA e. V. gehört und vor der Veröffentlichung der Umfrage den ersten Entwurf dem LunA e.V. und danach auch anderen Vereinen sowie Selbsthilfegruppen gezeigt, sodass die fertige Umfrage Hinweise von Leuten aus SHG / Vereinen berücksichtigt (z. B. eine neue Frage oder ergänzte Antwortoptionen).
Für die Arbeit habe ich aber kein Interview o. Ä. mit dem LunA e. V. über dieses Siegel geführt, weil es schon eine andere Bachelorarbeit zu Museen und Autismus an der HTWK gibt, in der jemand vom LunA e. V. und zwei Personen aus sächsischen Museen interviewt wurden. Diese andere Arbeit ist allerdings nicht frei zugänglich / liegt nicht in der Bibliothek.